Zur Diskussion um die Einführung eines Betreuungsgeldes für die Nichtinanspruchnahme von Kindertagesbetreuung erklärt Elisabeth Bröskamp, MdL, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Rheinland-Pfalz
„Das geplante Betreuungsgeld ab 2013 läuft der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau zuwider. Es hält vor allem Frauen von der eigenen Erwerbstätigkeit ab und unterstützt nicht die notwendige frühkindliche Bildung und Förderung der betroffenen Kinder. Für die Umsetzung des Rechtsanspruches für einjährige Kinder ab August 2013 und im Sinne der frühkindlichen Bildung und Förderung, sind diese Gelder sinnvoller in die institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen und in das Personal zu investieren“, so Elisabeth Bröskamp. „Hier ist der Bund in stärkerem Maße gefragt, die finanziellen Kosten mitzutragen. Die Kommunen und die Länder schaffen diese Herausforderung nicht alleine.“
Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist groß, der Nachfrage nach benötigten Ganztagsplätzen wird nicht in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Ganztagsplätze fehlen in großer Anzahl. Von frühkindlicher Bildung profitieren alle – Kinder, Eltern und Unternehmen. Kitas benötigen für gute Arbeit mehr Personal, so können die Kinder in kleinen Gruppen individuell betreut und gefördert werden.
Bröskamp abschließend: „Eine gute Qualität in den Kitas ist also eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, alle sind hier in der Pflicht – Bund, Länder und Gemeinden. Ein Finanzierungsvorschlag ist die Abschmelzung des Ehegattensplittings. Die Mehreinnahmen müssen in die Kinderbetreuung investiert werden. So sichert man den Ausbau der benötigten Kita-Plätze, Ganztagsangebote und eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, das heißt: mehr Personal.“
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