11.02.26 –
Artenschutz, Biodiversität, Kulturlandschaft, Industrie-, Bergbau- und Brauereigeschichte … All das sind Begriffe, die den besonderen Untergrund Mendigs beschreiben. Sie zeigen zugleich das Spannungsfeld, in dem in Mendig seit Jahrhunderten versucht wird, Naturschutz und Bergbau in ein verträgliches Gleichgewicht zu bringen. Dabei steht Mendig mit einer der deutschlandweit größten Fledermauspopulationen exemplarisch für viele andere Orte, an denen wir den Schutz und die Nutzung unserer natürlichen Ressourcen zum Ausgleich bringen müssen. Diese Herausforderung war zentrales Thema, als Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den Lavakeller gemeinsam mit Simon Schmitz, Wahlkreiskandidat für die Landtagswahl am 22. März, besuchte.
Olaf Kaul, Vorstandssprecher der Mendiger Grünen, und Fledermausexperte Dr. Andreas Kiefer gaben Einblicke in die laufende Winterzählung: Auf nur 10 bis 15 Prozent der Fläche wurden dieses Jahr bereits rund 6.000 Fledermäuse gezählt, so dass von einer Winterpopulation von 20.000 bis 30.000 Tieren auszugehen ist. Zunehmend suchen auch Fledermäuse aus dem sich aufwärmenden Mayener Grubenfeld Schutz im aktuell noch weniger erwärmten Mendiger Lavakeller. Doch auch hier bedrohen Klimawandel und der angrenzende Bergbau zunehmend dieses einzigartige Biotop. Es müssen daher Wege gefunden werden, diesen Naturraum zu erhalten, damit die Fledermäuse im komplexen Ökosystem der Region auch weiterhin ihre wichtige Schlüsselfunktion, etwa zur Populationskontrolle nachtaktiver Insekten, erfüllen können.
Beeindruckt zeigte sich Franziska Brantner auch von den weitläufigen Kellern, der jahrhundertealten Basaltabbau-Tätigkeit zur Herstellung von Mühlsteinen und der großen Bedeutung der Lavakeller für das Brauereiwesen.

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