19.06.24 –
Zu einer Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Osthofen ging es für eine Gruppe der Mayen-Koblenzer Grünen vergangenen Sonntag. In der Gedenkstätte konnten sich die Teilnehmenden ausführlich über die Anfänge der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft informieren.
Auf dem dreistündigen Rundgang wurde deutlich, wie bereits kurz nach dem ersten Wahlsieg der Nationalsozialisten die vormals freie Zivilgesellschaft vor Ort systematisch eingeschüchtert wurde. Erste Konzentrationslager wie jenes im rheinhessischen Osthofen dienten dazu, die erst kurz zuvor erlangte Macht im Staat zu festigen, in dem jegliche Ansätze von zivilem Widerstand im Keim erstickt und gehorsames Wachpersonal herangezogen werden konnte. Einen spannenden Einblick erhielt die Gruppe zudem in die Arbeit der Gedenkstätte, die historische Aufarbeitung und die Diskussionskultur im Wandel der Zeit.
Hintergrund: Von März 1933 bis Juli 1934 wurden hier politische Gegner der NSDAP aus den
Reihen der KPD, der SPD und der Gewerkschaften sowie Angehörige des Zentrums, Juden, Sinti, Separatisten und andere missliebige Personen ohne richterliche Verfügung in der Regel für vier bis sechs Wochen inhaftiert. Auch in Mayen-Koblenz gab es während der NS-Herrschaft Orte, an denen grausames Unrecht geschah. Die Gedenkstätte in Osthofen konnte auf Betreiben ehemaliger Inhaftierter Mitte der 1990er Jahre ihre Arbeit aufnehmen, nachdem das Gelände unter Denkmalschutz kam.
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